Sehr geehrte Damen und Herren,
am 24.03.2022 entscheidet der Regionalrat des Regierungsbezirkes Düsseldorf über die von
der Stadt Monheim angestrebte Änderung des Regionalplanes Düsseldorf. Die Vorlage
empfiehlt eine positive Entscheidung. Damit wird auch die Einrichtung eines Gewerbegebietes
auf dem Gebiet der Stadt Monheim ermöglicht. Gemeinsam als Gesellschaft stehen wir vor
großen Herausforderungen. Herausforderungen die eine nachhaltige Klimaschutz- und
Regionalpolitik verlangen. Der Entscheidungsprozess und ein mögliches positives Votum für
das Gewerbegebiet sind mit einer innovativen und authentischen Klima- und Umweltpolitik
nicht vereinbar.
Im Rahmen des Beteiligungsprozesses haben zahlreiche Bürgerinnen und Bürger eine Eingabe
eingereicht. Teilweise wurden die Anmerkungen berücksichtigt. Jedoch ist der Umfang der
Berücksichtigung dieser wichtigen Anregungen keinesfalls zufriedenstellend. Mir ist bewusst,
dass die Stadt Leverkusen und der Regionalbezirk Köln nicht in ihren Evaluationsbereich fallen.
Doch Regionalpolitik bedeutet auch über die Grenzen des eigenen Regierungsbezirkes
hinauszuschauen. Die Pläne der Stadt Monheim werden in Zukunft zu erheblichen
Mehrbelastungen für die Umwelt, den Verkehr und das Trinkwasser im Stadtgebiet
Leverkusen führen. Mehrbelastungen, die in ihren eigenen Gutachten angeführt wurden und
mit einer positiven Entscheidung marginalisiert werden. Die Gutachten der Bezirksregierung
Düsseldorf lassen eine positive Entscheidung nicht zu.
Als Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen brauchen wir Gewerbe. Die Wirtschaft ist
wichtig, um unsere Arbeitsplätze und die Innovationskraft unseres Landes zu erhalten. Doch
eine Entscheidung für das Gewerbegebiet widerspricht den eigenen Fakten der
Bezirksregierung, und steht somit einer zukunftsorientierten Standortpolitik entgegen.
Ich wende mich heute in diesem formlosen Schreiben an Sie und an die Öffentlichkeit, um
deutlich zu machen, dass wir als Hitdorfer und als Stadt Leverkusen den Dialog wollen. Doch
müssen unsere Argumente und Sorgen ernstgenommen werden. Lassen Sie uns daher
gemeinsam an einer nachhaltigen Regionalplanung arbeiten und somit die Zukunft unserer
Heimat gestalten.
Ich bitte Sie nicht nur die Haltung der Stadt Leverkusen, des Regionalrates Köln und der
zahlreichen Nachbarn zu berücksichtigen, sondern auch ihre eigenen Gutachten und die sich
daraus ergebenen Fakten ernst zu nehmen. Daher bitte ich alle Verantwortlichen, sich am
24.03.2022 für eine innovative Regionalpolitik und gegen das Gewerbegebiet zu entscheiden.
Mit freundlichen Grüßen
Joshua P.V. Kraski
Vorsitzender CDU Hitdorf
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